| Notizen |
- Leben
Friedrich Pfaff war ein Sohn des Mathematikers und Astronomen Johann Wilhelm Andreas Pfaff und ein Enkel von Friedrich Burkhard Pfaff. Sein älterer Bruder war Hans Heinrich Ulrich Vitalis Pfaff, der wie der Vater Mathematikprofessor wurde, seine jüngere Schwester war Paula/Pauline Damajanti Pfaff, die später den Publizisten Karl Brater heiratete und die Mutter der Dichterin Agnes Sapper wurde.
Friedrich Pfaff besuchte die Schule in Erlangen und studierte dann in Erlangen, München, Prag und Berlin Mathematik, Medizin, Geologie und Mineralogie. Während seines Studiums wurde er im Winter-Semester 1842/43 Mitglied der Burschenschaft der Bubenreuther Erlangen. Nach der Promotion 1848 zum Doktor der Medizin habilitierte er sich 1853 mit einer Schrift über den Grundriß der mathematischen Verhältnisse der Krystalle für Mineralogie und wurde Privatdozent an der Universität Erlangen. Er konstruierte 1857 ein Kompass-Goniometer für die Metallurgie und Instrumente zur Bestimmung der Härte von Mineralien. Als erster Geologe untersuchte er das Walberla, einen Zeugenberg des Weißjura bei Forchheim.
1859 (nach andern Quellen 1863) wurde Pfaff als Nachfolger Karl Georg von Raumers zum ordentlichen Professor der Mineralogie an der Universität Erlangen ernannt. Ab 1879 war er außerordentliches Mitglied der königlich bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. Im Jahr 1882 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Seit 1965 trägt die Insel Pfaff Island in der Antarktis seinen Namen.
- Die Nachkommen von Alexius Burkhard Immanuel Friedrich Pfaff (oft einfach Friedrich Pfaff genannt) und seiner Ehefrau Caroline Brater sind aufgrund der weit verzweigten Gelehrtenfamilie Pfaff gut dokumentiert, wenngleich die Datenlage zu den Töchtern in historischen Quellen oft weniger prominent ist als die der Söhne.
Hier sind die bekannten Kinder in chronologischer Reihenfolge:
Hermann von Pfaff (* 1846; † 1933)
Er war das bekannteste Kind der Familie.
Laufbahn: Er schlug eine juristische Karriere ein und stieg bis zum Regierungspräsidenten von Unterfranken und Aschaffenburg auf (1901–1917). Aufgrund seiner Verdienste wurde er in den persönlichen Adelsstand erhoben („von Pfaff“).
Wilhelm Pfaff (* 1851; † 1928)
Laufbahn: Er wurde Botaniker und war als Professor in Bozen tätig. Er veröffentlichte unter anderem Arbeiten zur Flora von Südtirol.
Auguste Pfaff (* ca. 1855/1860)
Über sie ist weniger bekannt; sie blieb im familiären Umfeld in Erlangen und wirkte teilweise an der Bewahrung des schriftlichen Nachlasses ihres Vaters mit.
Alexius Burkhard Immanuel Friedrich Pfaff war mit Caroline Friederike Juliane Emilie Brater (1831–1916) verheiratet. Die Hochzeit fand am 18. Juli 1854 statt.
Details zur Familie
Die Ehefrau: Caroline Brater war die Tochter des Erlanger Bürgermeisters August Brater. Interessanterweise gab es eine weitere enge Verbindung zwischen den Familien Pfaff und Brater: Alexius' Schwester, die Schriftstellerin Pauline Damajanti, heiratete Carolines Bruder, den bekannten Publizisten und Politiker Carl Brater.
Nachkommen: Aus der Ehe von Alexius und Caroline gingen mehrere Kinder hervor. Sein Sohn Hermann Pfaff (1846–1933) trat gewissermaßen in die wissenschaftlichen Fußstapfen der Familie, schlug jedoch eine Laufbahn im bayerischen Staatsdienst ein und wurde später Regierungspräsident von Unterfranken.
Die Familie Pfaff war in Erlangen tief verwurzelt und bildete durch diese Heiraten ein einflussreiches Netzwerk innerhalb der akademischen und städtischen Elite des 19. Jahrhunderts.
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