| Notizen |
- Theodor Fuchs stammt aus einem kleinbäuerlichen Elternhaus.Dem Einsatz von Pfarrer und Dorflehrer verdankt er es, dasser ins Gymnasium nach Landau (Pfalz) gehen konnte. Dietägliche Bahnfahrt in die Stadt setzte einen fünf Kilometerlangen Fußweg zum Bahnhof voraus. Wenn er nach derGanztagesschule abends nach Hause kam, hießen ihn seineGeschwister zu arbeiten, so die Überlieferung, denn er habeja bis jetzt „noch nichts geschafft." Nach dem„Einjährigen", wie die den Wehrdienst verkürzende „mittlereReife" damals genannt wurde, absolvierte er in Germersheimeine Banklehre. Bei der Pfälzischen Bank in Kaiserslauternfand er hernach Anstellung. Hier lernte er 1917 seinespätere Frau kennen. Anna Eckart stammte aus einerangesehenen Ingenieursfamilie. Sie war in Dutzendteich beiNürnberg geboren und kam als Kind mit den Eltern nachKaiserslautern. Anna erhielt ihren Namen nach der zweitenFrau ihres Großvaters. Da aber ihre Mutter sich nichtbesonders gut mit der Stiefmutter vertrug, rief sie dasKind Berta. „Legalisiert" wurde dieses Vorgehen erst beiBertas (Annas) Eheschließung 1921. Aus „Anna" wurdeamtlicherseits: „Anna, genannt Berta". Doch zurück zurSchulzeit in Kaiserslautern. Nach dem Abschluss an derdortigen Goetheschule besuchte sie die Handelsschule inDutzendteich/Nürnberg. Sie wohnte in dieser Zeit bei denVerwandten. Wieder zurück in Kaiserslautern, lernte sie alsAngestellte der Pfälzischen Bank dort „ihren" Theodorkennen. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter, musste sie dieArbeit bald wieder aufgeben. Gemeinsam mit der jüngerenSchwester führte sie den väterlichen Haushalt. Auch dieHochzeit musste deshalb vier Jahre warten. Sie erfolgte1921 in Bad Dürkheim, wo Theodor bei der Filiale derDeutschen Bank neue Arbeit gefunden hatte. Wohl auch mitHilfe der Eckart'schen Mitgift wurde 1925 ein Haus in derSchillerstraße 101, an der Auffahrt zur Limburg, gekauft.Als Preis für die konfessionelle Mischehe, gab Berta denRitus ihres protestantischen Glaubens auf und ließ ihresechs Kinder katholisch erziehen. Theodor war einüberzeugter Katholik. 1943 verlor er aus politischenGründen auch deshalb seine Anstellung bei der DeutschenBank. Die Firma Buchert gab dem fünffachen Familienvater inder schweren nationalsozialistischen Zeit gefällig inHardenburg Arbeit. Er arbeitete dort als Buchhalter. DieWiedergutmachung bescherte ihm 1946 zunächst eineAnstellung bei der neu geschaffenen Bezirksregierung inNeustadt an der Weinstraße. Später kehrte er dann zurDeutschen Bank nach Bad Dürkheim zurück. Dort blieb er biszu seiner Pensionierung als Bankprokurist. 1964 verstarb erunerwartet. Berta lebte hernach 19 Jahre alleine in demgroßen Haus und versorgte sich selbst. In der Folge einesSturzes in Dürkheim konnte sie sich nicht mehr selbstversorgen und starb nicht viel später im Haus ihrer Tochterin Dahn. Theodor und Berta Fuchs sind gemeinsam mit ihremSohn Karl in Bad Dürkheim beerdigt.
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