| Notizen |
- 1673 - Buergeraufnahme in Langenzenn, Germany Michael Eckart wurde als zweiter Sohn des Hanns Eckart am6. August 1644 in Schweinthal geboren. Er heiratete am 6.August 1672 Margarete Barbara Winckler, die Tochter desangesehenen Langenzenner Bierbrauers und BürgermeistersHans Winckler, und erwarb die Gauchsmühle bei Langenzenn.Die Gauchsmühle (Gauch = Kuckuck), die Michael Eckarterworben hatte, liegt außerhalb der Stadtmauern, etwa 1 kmwestlich am rechten Ufer der Zenn, hart an der Straße nachWilhermsdorf. Ob Michael Eckart die Mittel zum Erwerbdieses Anwesens selbst besaß, oder ob sie von seiner Frauals Heiratsgut eingebracht worden waren, ist nicht bekannt."Die junge Gauchsmüllerin Margarete Barbara Eckart geb.Winckler stammte aus einem angesehenen Langenzenner Hause.Ihr Vater, Hans Winckler, Bierbrauer und 41-jährigesRatsmitglied zu Langenzenn. ... Um 1624 kam er in den Ratund hat in diesem die Würde des Bürgermeisters erlangt."(1/ S.89) Die Größe der Familie, deren ältere Kinder schon insheiratsfähige Alter heranwuchsen, als das jüngste geborenwurde, forderte eine Verbreiterung der Lebensgrundlage. Danun auf der Gauchsmühle ein Backrecht ruhte, das wegen derEntfernung von der Stadt zum Erwerb nicht genügendausgenützt werden konnte, trachtete Michael Eckart danach,in der Stadt selbst ein Anwesen zu kaufen, um dann dasBackrecht dorthin zu übertragen. Zu Beginn des Jahres 1696konnte er mit Michael Ringer, Bürger zu Langenzenn, einenVertrag über den Kauf eines Hauses am unteren Marktabschließen und gleichzeitig beim Amt um Genehmigung derÜbertragung des Backrechtes von der Gauchsmühle nachLangenzenn nachsuchen. Die Bäcker von Langenzenn wollten sich diese neueKonkurrenz in ihrer Stadt nicht gefallen lassen undprotestierten beim Oberamt in Cadolzburg gegen die"Translocierung" des Backrechtes von der Gauchsmühle nachLangenzenn. Ein markgräflicher Erlass, gegeben zu Ansbach,10. März 1696, wies jedoch die Beschwerden desBäckerhandwerks zurück und bestätigte dem Michael Eckartdas Backrecht in Langenzenn. Als sich im Jahre 1700 ein junger Müller, Hans Förster,Sohn Leonhard Försters, Müller auf der Hammermühle zuLangenzenn, als Bewerber um die älteste Tochter Barbaraeinstellte, entschloss sich Michael Eckart, seineGauchsmühle diesem zu übergeben. Die Gauchsmühle war einschöner Besitz. Sie bestand aus einem zweistöckigen Wohn-und Mühlhaus mit 2 Mahlgängen und einer Sägemühle, einemStadel und 2 Ställen. Michael Eckart zog nun ganz in das bereits 1696 gekaufteHaus in der Stadt und übte dort das Bäckerhandwerk aus. Erstarb im Jahre 1707 im Alter von 62 Jahren und wurde amMittwoch, den 20. April begraben. Die Witwe MargareteBarbara, geb. Winckler, führte das Handwerk so gut siekonnte weiter. Zu dem noch ziemlich neuen, zweigädigen Hausgehörte ein kleiner Stadel und 1 Tagwerk Wiese und Gartenvor dem Spitaltor. Der Ertrag der Wiese reichte aus, umeine Kuh zu halten. Aus der Ehe gingen 9 Kinder hervor, das zweitjüngste hießJohann Konrad. Im Jahre 1720, als dieser Sohn Johann Konradeinen eigenen Hausstand gründete, übergab Margarete Barbaradiesem Handwerk und Anwesen. (© Familie Roessler)
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